Sonntag, 15. Dezember 2013

Aufruf zur Demonstration gegen die Auflösung des Wissenschaftsministeriums!

Nicht nur die ÖH Uni Wien, sondern auch wir rufen zur Teilnahme an den Demos morgen und übermorgen auf!

***Demonstration gegen die Auflösung des Wissenschaftsministeriums
Dienstag, 17. Dezember 2013
16:30 Beginn: Haupteingang der  Uni Wien

***Kundgebung zur Angelobung der Bundesregierung
Montag, 16. Dezember
10:00, Ballhausplatz

***Trauerkundgebung um das Wissenschaftsministerium
Montag, 16. Dezember
12:30, Wissenschaftsministerium, Minoritenplatz 5

Am Dienstag ab 16 Uhr zieht das Fehlen in Lehrveranstaltungen keine Konsequenzen nach sich, wenn man an der Demo teilnimmt, da die Uni Wien die Proteste offiziell unterstützt!!



"Die Hochschulen haben bald keinen Platz mehr in der Regierung. Das Wissenschaftsministerium soll aufgelöst und ins Wirtschaftsministerium eingegliedert werden. Das hat die neue Regierung am Freitag öffentlich gemacht. Zukünftig wird der Wirtschaftsminister für die Hochschulen zuständig sein. Die ÖH Uni Wien tritt entschlossen gegen die geplante Fusion auf. Auf dem Spiel steht die freie Wissenschaft!

Die Auflösung des Wissenschaftsministeriums ist ein weiterer gefährlicher Schritt in Richtung Ökonomisierung der Bildung. Wir sehen die Eingliederung als Strategie der Regierungsparteien von anderen Patzern im Regierungsabkommen abzulenken. Sie will so auch Fehlentscheidungen und jahrelangen Stillstand in der Hochschulpolitik kaschieren (Kürzung der Familienbeihilfe, keine Anhebung der Studienbehilfe, um nur weniges zu nennen).

Mit dem "parteilosen" Karlheinz Töchterle, seit 2011 Wissenschaftsminister, versuchten sich die Regierungsparteien bereits vor ihrer Verantwortung in der Hochschulpolitik zu drücken. Nun soll dieses für sie leidige Thema wohl ganz begraben werden und gänzlich von wirtschaftlichen Agenden bestimmt werden: Für ein Wirtschaftsministerium wird es so um ein Vielfaches einfacher, mit ökonomischen und neoliberalen Argumenten die Hochschulen und Studierenden weiter einzuschränken.

Den Studierenden und mit ihnen deren Vertreter*innen, die ÖH, wird in einem geschickten Schachzug die direkte Ansprech- und Verhandlungspartner*in in der Regierung genommen. Studentische Mitbestimmung wird damit noch weiter reduziert. Diese Tendenz, die vor 11 Jahren im Zuge des neuen Universitätsgesetzes und damit einhergehenden massiven Einschränkungen der Mitbestimmung auf allen Ebenen begann, findet heute ihren vorläufigen Höhepunkt!

Gelegenheit zu Protest gibt es kommenden Montag und Dienstag

Nehmt eure Freund*innen, Trillerpfeifen und Transparente mit!

Wir sehen uns auf der Straße!"


Wir möchten diesen Text der ÖH Uni Wien mit einer Abschlussanmerkung versehen:
Seit Jahren schon wird mit guten Gründen von verschiedenen Stellen gefordert, dass Wissenschafts- mit dem Unterrichtsministerium zusammenzulegen. Bildung muss insbesondere in der Politik ganzheitlich gedacht werden! Das sieht man gerade jetzt, da es um die neue Pädagog*innenausbildung geht, aber Dienstrecht und Curriculaänderungen getrennt voneinander verhandelt werden, obwohl beide voneinander abhängen.
Die Verlagerung der BMWF-Agenden in das Wirtschaftsministerium ist daher ein direkter Schlag ins Gesicht aller Menschen, die sich in den letzten Jahren um diese Dinge Gedanken gemacht haben.
Umso mehr fordern auch wir alle Studierenden auf, an den genannten Veranstaltungen am 16. und 17.12. teilzunehmen!


Facebook-Seiten zum Thema:
* Für die Einführung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung
* Österreich braucht ein Wissenschaftsministerium

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